Schwäbische Alb
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Geologie:
Die Schwäbische Alb ist ein sogenanntes Karstgebiet mit rund 2500 bekannten Höhlen. Das größte Höhlensystem bildet die Blauhöhle deren Abfluss, der Blautopf (eine Karstquelle), eine Tiefe von 21 m erreicht. Durch das kalkgesättigte Quellwasser erhält er eine intensive blaue Farbe. Ein weiterer besonderer Ort, der einen Besuch wert ist: der Gütersteiner Wasserfall und der Uracher Wasserfall in Bad Urach. Der Uracher Wasserfall fällt 37m in die Tiefe. Der Gütersteiner Wasserfall besteht aus zwei Hauptstufen die über Kalktuff-Terassen und ehemalige Steinbruch-Wände fließen.
Klima:
Eine Volksweisheit im Südwesten lautet "Auf der Alb ist es immer einen Kittel kälter", auch insgesamt hat die Alb einen recht rauhen Ruf. Beim Vergleich mit anderen Mittelgebirgen fällt die Schwäbische Alb von den Temperaturen allerdings nich aus der Reihe. Die tiefsten Werte werden in den höchsten Lagen am Albtrauf erreicht (um 6°C). Die größten Niederschläge fallen im Bereich des Albtraufs der mittleren und östlichen Alb (über 1000mm/Jahr), wo sich, trotz geringerer Höhe, die Leewirkung des Schwarzwaldes nicht mehr so stark bemerkbar macht. Allgemein nehmen die Niederschläge von Nordwest nach Südost ab und erreichen auf der Kuppenalb noch 850-1000mm, auf der Flächenalb nur noch 750-850mm und gehen auf der Albabdachung sogar teilweise auf Werte unter 750mm zurück. Der Schutz durch den Schwarzwald verleiht dem Klima der Schwäbischen Alb, inbesondere der Gebiete die sich zusätzlich im Lee des Albtraufs befinden einen starken kontinentalen Charakter.
Somit stehen viele Sonnenstunden (welche sogar Getreideanbau bis über 800m Höhe ermöglichen) und wenig Niederschläge viel Wind und vielen Frosttagen gegenüber. Gerade für Früh- und Spätfroste, sowie besonders tiefe Temperaturen in den flachen Mulden und Dolinen ist die Schwäbische Alb bekannt. Luftfrost ist hierbei das Ganze Jahr nicht auszuschließen, im Winter sinken die Werte regelmässig auf Temperaturen von -20 bis -25°C, es wurden sogar schon Werte deutlich unter -30°C registriert.
Zwar bietet die Hochfläche der Schwäbische Alb je nach Höhenlage und Niederschlägen 40 bis knapp über 100 Tage mit Schnee, doch sind die Mengen meist nur im Bereich des Albtraufs und der nordwestlichen Kuppenalb für Wintersport aussreichend, der südostliche Teil der Schwäbischen Alb erhält bei den vorherrschenden Westwinden meist nur Schneedecken von unter 15cm Höhe. Die "Schneelöcher" der Alb befinden sich hierbei nicht in den höchsten Gebieten am südwestlichen Albtrauf, sondern im Bereich der mittleren Schwäbsichen Alb. So weist der Römerstein und das Gebiet um Westerheim oftmals höhere Schneemengen auf, als die 100 bis 200m höher gelegenen Gebiete im Bereich Messstetten/Klippeneck. Die Schwäbische Alb gilt als eine der besten Regionen in Deutschland wenn es um Gewitter geht. Vergleicht man allerdings die Schwäbische Alb mit anderen Mittelgebirgen so ist nur das Gebiet um den Albtrauf von einer markant erhöhten Gewittertätigkeit betroffen. Die steil aufragende Geländestufe, sowie verschiedene Talsysteme begünstigen die Auslöse von Gewittern. Die weiter entfernte Hochfläche und insbesondere die Flächenalb sind eher gewitterarm. Die Besonderheit liegt vielmehr darin, dass die Schwäbische Alb mit den vielen freien Kuppen und dem recht flachen Gelände für ein Mittelgebirge sehr gute Möglichkeiten bietet Gewitter gezielt anfahren und beobachten zu können.
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