Bemerkung: Um Diskussionen
vorzubeugen – alle Bilder wurden aus dem RAW-Format entwickelt und somit über
die EBV einer Bearbeitung unterzogen. Um Motive mit hohem Dynamikumfang zu
realisieren kommt zusätzlich bei einigen Bildern DRI zum Einsatz.
Mit einiger Verspätung nun der Rückblick auf die letzten Lagen der Saison 2008 und anschließend einige Bilder des Herbstes 2008 :)!
11. August 2008 - Ein Gewitter hinterlässt Spuren
Wie üblich - an Tagen mit Potential in der Luft - hatten wir uns frühzeitig aufgemacht um ein eventuelles Gewitter schnell und effektiv jagen zu können. Wir entschieden uns für die Albkante bei Stötten, oberhalb der Ortschaft hat man einen guten Blick auf alles um sich herum. Zunächst wollten die Gewitter nicht so recht in Schlagdistanz entstehen. Bis wir nach einiger Zeit, sehr weit entfernt eine Zelle ausmachen konnten. Die Zellentwicklung begann gegen 15 Uhr auf der Reutlinger Alb und war zunächst nur durch eine Verdunklung der eher grauen Wolkendecke in südwestlicher Richtung zu erkennen. Es ließen sich nach einiger Zeit erste Fallstreifen erahnen. allerdings war die Zelle noch sehr weit entfernt und sah auch nicht ganz so spektakulär aus.
Als dann auch noch Reste alter Gewitter mit leichtem Regen über uns hinweg zogen ging die Stimmung zunächst stark in den Keller - es hieß abwarten und auf die Zelle südwestlich von uns hoffen.
Die Zelle zog zunächst unter Verstärkung in unsere Richtung und allmählich begann es auch über unserem Kopf entlang des Albtrauf stark zu quellen und es bildeten sich einige schwächere Zellen aus. Insgesamt aber alles andere als fotogen und so dachten wir erst gar nicht daran die Kameras aus den Rucksäcken zu holen. Wie könnte es anders sein: es schwächte sich dann alles stark ab - doch aufgeben wollten wir noch nicht - wir fuhren bis Böhmenkirch - weiter vor dem etwas unentschlossen wirkendem Gewitterhaufen her.
An dieser Stelle möchten wir auch bildlich in das Geschehen eingreifen. Der Grund? - unsere gute alte Zelle feierte nun eine wahre Wiederauferstehung, was sich an einer breiten sich rasch vergrößernden Basis bemerkbar machte.
Dieses Bild von Böhmenkirch aus zeigt wunderbar die Basis der neuen Aufwärtsströme an, welche im Hintergrund sogar eine Vertiefung ausbildete.

Wir erkannten sehr schnell, dass wir versuchen mussten an der Zelle dran zu bleiben, es blieb also immer sehr wenig Zeit um Bilder zu machen oder sehr genau beobachten zu können. Sehr interessant war der südliche Aufwind, dessen Vertiefung sich schnell verstärkte und auch zusehends an Dynamik zulegte. Wir versuchten uns besser zu positionieren was uns aber nur langsam gelang.

Als wir etwas besser zu Zelle standen (leider hatten wir den anderen Zellkern ständig im Nacken) konnte man wunderbar die tolle und viel versprechende Entwicklung sehen: Die dunkle Wolkenbasis am Hauptkondensationsniveau und eine deutliche Vertiefung darunter. Rechts bahnt sich der erste Niederschlag seinen Weg zu Erdboden, alles schön von einander getrennt.

Einige Zeit später dann folgendes Bild - der Aufwindbereich Zelle schien nun leider vom Abwindbereich überrannt zu werden. Die Zelle legte an Fahrt zu und wir konnten kaum noch mitfahren!

Während der Fahrt verstärkte sich Aufwind wieder sehr stark und wir machten kurz vor Heidenheim noch einmal halt. Beim Halten ein respektvoller Anblick, die Vertiefung hatte nun eindeutig Wallcloudcharakter vom Feinsten! Vor unseren Augen drehte sich das Gebilde kreisrund ein!


Nun mussten wir durch Heidenheim durch und ließen viel Zeit liegen - es dauerte eine ganze Weile bis wir wieder Blick auf die sich ständig wandelnde Gewitterstimmung hatten. Nun wirkte alles wieder etwas "friedlicher" ...

Nur 15 Minuten später war vom Frieden allerdings nichts mehr zu sehen, bedrohliche Stimmung!
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Dynamik pur - wir wollten die Zelle bis ins Ries hinter uns halten um uns dort noch ein Stück absetzen zu können. Seitlich von uns boten sich Wolkenstimmungen an die die hier gezeigten noch teilweise übertreffen. Zum Fotografieren blieb allerdings keine Zeit, wir wollten uns ja noch im Ries postieren. Unseren Plan konnten wir leider nicht umsetzen, der starke Verkehr ließ dies nicht zu - so kamen wir fast Kopf an Kopf mit der Zelle im Nördlinger Ries an. Als die Straße uns dann auch noch Zwang wieder 2 Kilometer gegen die Zelle zu fahren war uns bewusst das nix mehr zu machen ist :(!

Seitlich von uns kam eine Gischtwand auf uns zu - es sah verdammt nach einem Burst aus. Wir stellten uns noch so hin das uns nix auf den Kopf fallen konnte und waren schnell in der Sturm- und Hagelwand verschwunden! Hagel, Regen und teils orkanartige Windböen folgten und blieben auch nicht ohne Folgen!
Viele abgerissene große Äste, bis hin einzelner entwurzelter Bäume, teilweise eine geschlossene Hageldecke, Überschwemmungen und voll gelaufene Keller waren die unangenehmen Folgen dieses Gewitters. Auf einer Landstraße wurden sogar zwei fahrende Auto vom überraschenden Starkwind in den Straßengraben gedrückt! Die Größe des Hagels hielt sich glücklicherweise in Grenzen mehr als 2cm große Körner konnten wir nicht finden.





12. August 2008 - Walze zur Stärkung?
Wir sind auf Verdacht einfach losgefahren und haben noch gemütlich beim Bäcker etwas zur Stärkung besorgt. Zwar hatten wir wenig Hoffnung doch der kleine Zeh hatte recht - von Westen tauchte eine wundervolle Walze auf :)!




01. September 2008 - verpasstes Nachtgewitter und ein Ü-Ei!
Das wäre das Gewitter vom Albtrauf gewesen auf welches wir schon lange warten, leider zum schlechtesten Zeitpunkt überhaupt, nämlich wenn man zur Arbeit muss :(. So mussten wir uns beim Morgenkaffee vom Wetterleuchten quälen lassen, 30-60mal in der Minute leuchtete es hell auf - naja - abhaken!!

Der Tag war allerdings noch nicht gelaufen - über dem Blautal stand auf dem Arbeitsrückweg ein dicker dunkler Wolkenbauch - bei Weidach konnte Michael dieses Gewitter einige Zeit beobachten - es entwickelte sich eine sehr dynamische Situation.
Man erkennt links deutlich einen Abwindbereich und in der Mitte und auf der Rechten Seite einen Aufwindbereich, eine Art Doppelzentrum.

Das Ganze System wurde nun stetig stärker und besonders im tiefen Bereich begann am rechten Zentrum eine Rotationsbewegung einzusetzen.

Ein einzelner Fractusfetzen wurde schnell vom Boden in die Basis gezogen - hierbei trat aber keine Rotation auf.

Nun begann auch der mittlere Teil sich leicht zu einzudrehen (allerdings schwächer als der Rechte Teil) und es bildete sich eine Vertiefung. Zu diesem Zeitpunkt setzte Regen ein und die Möglichkeiten genaue Bewegungen zu erkennen wurden schlechter.

Wie man am Regenschleier erkennt war das Beobachten nicht mehr ganz so leicht, schade! Es bildete sich ein verdächtig wirkendes und über 5 Minuten existierendes Wolkengebilde hervor. Es mag auf Grund der Bilder schwer verständlich sein aber das Beobachten war einfach nicht recht möglich, im Auto hatte man den Regenfilm und die Wischer ständig im Weg und bei heruntergelassenem Fenster bekam man reichlich Wasser in die Augen geweht. Trotzdem sehr spannend!


03/11. September 2008 - ein paar schwache Zellen
3 Bilder von schwächeren Zellen im September ...



21.September bis 18. Oktober 2008 - Impressionen - es wird Herbst
Die folgenden Bilder zeigen den Übergang von Spätsommer in den Herbst und konzentrieren sich meist auf das Gebiet um Bermaringen.
Sonnenaufgang im Kälteloch zwischen Bollingen und Bermaringen ...

Die kleine Lauter (HDR) ...

Das kleine Lautertal ...


Sonnenuntergang bei Bermaringen ....


Herbstwald auf der Hochsträß ...

Die weitläufige Hochfläche der Flächenalb ...

Blick von der Hochfläche bei Wippingen (620m) auf das mit Nebel gefüllte Blautal ...


Frostige Stimmung bei Sonderbuch auf 670m Höhe ...


Der Albtrauf in Herbstfarben (HDR) ...

Dämmerungsstimmung am Morgen bei Scharenstetten (Kuppenalb) ...

nach Sonnenaufgang ...

Frost im kleinen Lautertal ...

Schauerstimmung von der "eigenen Terrasse" ...

Goldener Oktober ...


Lichtspiele im Odenwald ...



Sonnenaufgang bei Oppingen (Kuppenalb) ...

Sonnenuntergang bei Laupheim ...

Abschließend einige Stimmungen bei frostigen Werten bis -4°C aus dem Allgäu ...











Das war´s wieder von uns :) ...
Viele Grüße – Anja & Michael
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