Heftiges Gewitter mit Sturmböen und Hagel
im Oberrheingraben
(Bericht , 26. Mai 2007)
Am Samstag wägten Michael und ich unsere Chancen auf Gewitter ab und entschlossen uns dann spontan von Laupheim nach Wiesloch zu fahren. Nachdem auch ESTOFEX das Level 2 Gebiet über den Rhein-Neckar-Kreis erweiterte, waren wir guter Dinge und davon überzeugt, dass der sprichwörtliche Bär in Sachen Gewitter steppen wird. Bereits auf der Fahrt konnten wir eine erste orografische Auslöse über dem Schwarzwald beobachten.
Gegen 17 Uhr machten wir uns, nach weiterer Auslöse über dem Schwarzwald, auf den Weg Richtung Letzenberg um uns einen groben Überblick zu verschaffen. Recht schnell erkannten wir aber, dass die sich über Frankreich gebildeten Zellen westlich an uns vorbeiziehen sollten. Die Zellen über dem Schwarzwald machten zu diesem Zeitpunkt eher nur einen mäßig guten Eindruck ... erster Frust inklusive.
Wir fuhren nach einiger Überlegung Richtung Hoffenheim um den bestmöglichen Blick Richtung Süden auf die Zellen zu haben. Erster Donner war zu hören und im Großen und Ganzen sah das ganze schon dynamischer aus als zuvor.

Zudem bestärkte uns die Tatsache, dass sich auch über dem Rheintal ein Gewitter bildete.

Die Zelle südlich von uns, die Kurs auf unseren Standort hatte, verstärkte sich rasch und bekam allmählich Struktur. Um die Zelle weiter zu beobachten fuhren wir weiter zum Mannaberg.

Am Mannaberg angekommen hatte die Zelle einiges an Mammatus produziert, zeigte allerdings deutliche Anzeichen der Abschwächung. Jetzt machte sich wirklich langsam ernster Frust breit ... 250 Kilometer für en paar Regentropfen :( ...
Frei nach dem Motto - "Gut Ding braucht Weile" - fasten wir den Entschluss auf der Autobahn nach Nordwesten zu fahren, da sich auch über dem Rheintal nun verstärkt weitere Quellwolken bildeten.


Bereits auf der Fahrt wurde klar, dass die Entscheidung goldrichtig war. Die Zellen begannen sich nun zusehends zu organisieren. Bevor wir uns allerdings voll auf die neuen Zellen im Rheingraben konzentrieren konnten, erfasste uns der Outflow der alten Linie über dem Pfälzer Wald mit heftigen Sturmböen, Staubsturm inklusive :)))!


Nach dem kurzen aber heftigen Winderlebnis wendeten wir uns den nahenden Zellen zu :) ... die sich rasant verstärkten und eine tolle Struktur annahmen :)!

Die Zellen wurden nun auch elektrisch immer aktiver :) ...

Gewitteraufzug vom feinsten!




Eine Niederschlagswand kam immer näher auf uns zugezogen ... dazu einige Naheinschläge. Nun standen wir vor der Entscheidung das Gewitter an Ort und Stelle über uns ziehen zu lassen oder zu versuchen noch ein Stück mitzufahren um eventuell die Chance auf einige Blitzaufnamen zu bekommen. Wir entschieden uns für das Letztere ... leider ohne Erfolg.

Obwohl uns das Gewitter nur am Rand erwischte, gab es teilweise heftige Windböen und Hagel von rund 1,5cm! Im Radio wurde zu diesem Zeitpunkt schon vor Behinderungen wegen umgestürzter Bäume gewarnt. Wir fuhren noch einige Zeit mit der Zelle mit, in der Hoffnung doch noch ein trockenes Plätzchen für die Blitzfotografie zu finden - aber wie erwähnt leider ohne Erfolg.

Das war`s erstmal von uns beiden :), allen noch eine schöne Woche!
Lg. Anja & Michael
Diese Seite ist Teil eines Frames ... Sollte links keine Navigationsleiste angezeigt werden klicken Sie bitte -> www.gewitterfront.de