Superzelle + Nachtgewitter mit Shelfcloud
(Bericht , 18. Juni 2007)
nachdem ich gestern meine letzte schriftliche Prüfung am Vormittag absolviert hatte wurde ich am Nachmittag und am Abend gleich mit 2 Chasings für die Strapazen der letzten Wochen belohnt. Meine erste Chance habe ich dabei halb verpasst da ich einfach ein wenig zu spät rausgefahren bin. Die Zelle zog von 17:00 Uhr bis 19:30 Uhr an der Südgrenze von Rheinland-Pfalz Richtung Osten über die Oberrheinische Tiefebene. Am Ostrand der Ebene löste sich die Zelle dann auf. Die Zelle zeigte eine hohe Dynamik und Organisation (Superzelle) und erreichte eine Radarreflektivität von über 55dB.
Ich wäre gerne etwas näher herangefahren doch hätte mir die Ortsdurchquerung von Bruchsal wohl zuviel Zeit gekostet. So hab ich es dann vorgezogen die Zelle von einem Feld vor Bruchsal aus zu beobachten.
Hier die Bilder ...



Am Abend kam es dann erneut zum Aufzug von Gewittern aus westlicher Richtung. Diesmal habe ich mich frühzeitig auf dem Mannaberg platziert. Ziel war es ein paar Blitzaufnahmen zu ergattern :) ...
CB-Schirme um 21:15 Uhr gegen Westen :) ...

22:10 Uhr ... endlich hatten es die Gewitter ins Rheintal geschafft ... erste Strukturen wurden schemenhaft erkennbar ...

22:20 Uhr ... die Zelle bildete nun über dem Rheintal eine wunderschöne Shelfcloud aus ...

Der Outflow bastelte ständig an der Shelfcloud ... hier wird gerade Richtung Süden erweitert ... :)



In diesem Bild sieht man schön am Niederschlagsschleier links im Bild der neuen Zelle. Ich habe daraufhin zusammengepackt. Dies stellte sich als die richtige Entscheidung heraus, bereits 5 Minuten später produzierte die neue Zelle Entladungen die eindeutig außerhalb des zu tolerierenden Bereichs lagen (unter 1000m Entfernung). Zudem setzte starker Regen ein ...

Die Gewitter brachten kräftigen Wind und heftigste Niederschläge mit sich. Autofahren war teilweise nicht mehr möglich. Besonders betroffen waren Nußloch, Walldorf und Leimen dort schafften die Gullys die Wassermassen nicht mehr und Straßenabschnitte waren überflutet.
Lg. Michael
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