Chaseimpressionen - 03. Juli bis 02. August 2007
(Bericht , 02. August 2007)


Die Saison 2007 zeigte bisher qualitativ ganz klar einen stetigen Abwärtstrend. Während der Mai noch mit einem "gut" durchkommt setze der Juli nach einem mäßigen Juni einen erneuten Tiefpunkt. Neben den fehlenden Gewittern, setze uns allerdings auch ein Privat sehr eng gestrickter Zeitplan zu. So hoffen wir auf einen schönen August mit vielen schönen Gewittern :).

Nun aber zu den wirklich eher raren Momenten in den letzen 4-5 Wochen.

Der Juli 2007 begann eigentlich nett. Am 03. Juli konnte ich während des Lernens auf meine bevorstehende Abschlussprüfung einen schönen CB der immer wieder frisch anbaute beobachten. Irgendwann konnte ich nicht anders und bin doch noch Richtung Mannaberg aufgebrochen um ein paar Fotos zu machen.

Hier zunächst ein Foto vom heimischen Dachfenster aus auf das nahende Gewitter.

Auf dem Mannaberg fand ich dann eine schöne Stimmung vor.

Dann war erstmal eine lange lange Pause angesagt. Wir schreiben inzwischen den 20. Juli 2007 und endlich mal wieder ein Chasing *ggg*. Dabei fand die Auslöse direkt über unserem Kopf statt und wir mussten uns nach Osten durchkämpfen um wieder vor die Zelle zu gelangen, hierbei gab es bei Laupheim sogar Hagel. Uns verschlug es bis ins Unterallgäu wo dann aus den inzwischen vielen Zellen ein "schöner" Cluster geworden war. So standen wir zwischen Blitzen und Starkregen in einer einheitlichen Masse und entschlossen uns so schnell wie möglich wieder aus dem Käse raus zufahren. Ein bisschen genervt fuhren wir wieder Richtung Illertissen. Dort viel uns eine neue Basis eines Aufwindstromes ins Auge welche sehr interessant aussah. Zudem konnte wir eine anhand der Wolkenzugrichtungen sehr markante Richtungsscherung in den tieferen Schichten beobachten.

Die Basis zog über unseren Kopf hinweg und bekam eine immer interessantere Struktur. Leider war es inzwischen schon fast dunkel und der Eindruck der Fotos täuscht ein wenig über die wahren Lichtverhältnisse hinweg.

Vor unseren Augen entwickelte sich eine äußert verdächtige Zelle mit schöner Struktur :)

Nach einiger Zeit wurde dann auch der Abwind anhand von Fallstreifen sichtbar (rechts im Bild). Auf- und Abwind waren sehr schön voneinander getrennt, wir nennen es mal sehr gut organisiert ;).

Wie schon erwähnt war es ja schon so gut wie dunkel und eine Verfolgung der Zelle hätte wohl wenig Sinn gemacht. Wir entschieden uns für Blitzfotografie ... oder besser Wolkenextremaufleuchtfotografie *ggg*. Kein sichtbarer Blitz ging uns ins Netz - frustrierend beschreibt das Gefühl noch eher unausreichend.

Der 21. Juli, man höre und staune, unser zweiter Chaseday in Folge führte uns am Abend zunächst auf den Bussen wo wir eine Phantomzelle die sich in keinster Weise von der grauen Masse abhob "beobachten" konnten. Wir fuhren dann mit den Entwicklungen wieder zurück nach Laupheim, allerdings verrieten sich neue Entwicklungen nur über dunkle Wolkenbäuche in der grauen Masse.

Auf dem Radar konnten wir beobachten das sich noch eine kleinere Zelle Richtung Laupheim bewegte, also warteten wir einfach ab. In der inzwischen fortschreitenden Dunkelheit machten uns einige Blitze dann Hoffnung, leider wieder nur verdeckt in den Wolken aber immerhin ;). Die Zelle schaffte es dann aber doch noch etwas Struktur in Form einer Rollcloud zu entwickeln.

Die Zelle überquerte uns mit einigen starken Windböen, Starkregen und kleinem Hagel. Wir hofften auf eine eventuelle Lightshow auf der Rückseite und wurden nur in Form eines Discountfeuerwerks belohnt *ggg*!

Weil´s so reichlich schepperte hier der gleiche Blitz einmal aus Anja´s und einmal aus meiner Perspektive ;).

Und nun zu guter letzt noch der 02. August 2007 der dann am Abend wenigstens etwas entschädigte für die eigentlich angesagte Lage.

Am Abend bildeten sich nördlich von Laupheim Schauer- und Gewitterzellen die linienhaft angeordnet waren. Während die Zellen rasch in östliche Richtungen zogen verlagerte sich die Linie zunehmend Richtung Süden. Wir spekulierten auf einige schöne Bilder des Outflows und auf dessen weitere Südverlagerung und fuhren mit der Linie nach Süden.

Die Linie verstärkte sich weiter und eine Böenfront bildete sich aus, also weiter nach Süden.

Wir mussten durch Biberach hindurch ein gutes Stück nach Süden wo wir uns vom Outflow nochmals überrennen ließen :).

Lg. Anja & Michael


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