Heftige Gewitter im Rhein-Neckar-Raum
vom 23. Juli 2004
Kurzer Steckbrief
Uhrzeit
12:45 bis 22:00 Uhr
Stärke des Ereignisses
stark
gefahrene Kilometer
ca. 50 Kilometer
Niederschlag
kein Kernbereichkontakt / Nach Beobachtungen und Meldungen wohl kleinerer Hagel und Starkregen
elektrische Aktivität
sehr stark (30 bis 40 Blitze pro Minute)
Wind
böig
besondere Erscheinungen
Verdacht auf Wall-Cloud
Zugrichtung
von Westsüdwest nach Ostnordost
Der 23. Juli 2004 hatte einiges an Potential und so wollte auch ich diesen Tag zum Sturmjagen nutzen, leider stellte sich schnell mehr Frust als Lust ein. Das lag aber nicht an mangelnden Gewittern sondern am Straßenverkehr der hier einfach dank des Formel 1 (Hockenheim) Wochenendes sehr stark behindert wurde. So endete jedes rausfahren in einer Autokolonne. Wir nahmen gar einen großen Umweg in kauf um an die erste Zelle heranzukommen, doch auch dieses Abenteuer endete im Stau :( ...
Hier nun ein kleiner Bericht dieses Tages mit 17 Bildern....
Am Mittag ging es also auch hier los mit Gewitterentwicklungen Richtung Norden, auch allgemein begannen sich Quellwolken zu bilden, allerdings nichts beständiges ...
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Hier nun ein Bild der Gewitterentwicklung Richtung Norden. Entschuldigt bitte eins, die Luft war sehr trüb und so habe ich versucht die Kontraste zu verstärken. Leider bin auf diesem Gebiet noch nicht extrem Fit :( ...
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Wir sind eigentlich recht flott rausgefahren und standen gleich auf der B39 förmlich fest. 1 Kilometer in 15 Minuten ist nicht gerade ein befriedigendes Tempo um ein Gewitter einzuholen ...
Ein Taktikwechsel war nun unumgänglich, so kämpften wir uns von Ort zu Ort durch. Das Gewitter machte auch noch mit und ständig schossen neue Türme nahezu am gleichen Punkt im Nordwesten in die Höhe. Die Zellen entwickelten sich also fast vom gleichen Punkt aus, Aufwärtsstrom löste Aufwärtsstrom ab :)... Wir waren nun auf einer Anhöhe kurz vor Mauer angekommen. Man hat von diesem Punkt eine recht nette Aussicht und so nutze ich die Gelegenheit für erste Fotos. Ein paar schöne Blitze konnte ich auch beobachten. Ganz gut tat der Wolkenschirm der zu dieser Zeit etwas Schatten spendete ;) ...
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Hier ein Blick in die Zelle Richtung Norden ...
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Hier ein Blick auf die Kochstelle der Gewitter im Nordwesten, wo bereits der nächste mächtige Turm stand ...
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Bis dahin lief ja alles noch gut ... Dann wollten wir näher dran ... also weiter ging’s ...
Wir kamen bis Mauer voran wo wir unter einem neuen Aufwärtsstrom eine Wall-Cloud ähnliche Absenkung sahen. Da ich an Ort und Stelle schlecht halten konnte, zum beobachten der Ort eh eher schlecht war und es im Normalfall nur eine Minuten bis zu Kuppe des Hügels dauert bin nicht stehen geblieben und wollte die Wolkenformation von Hügel aus näher beobachten.Doch nach der nächsten Kurve der nächste Stau ... aus einer Minute wurden 20 !! Inzwischen waren die Zellen tiefer im Odenwald verschunden ... Dort zu chasen ist eigentlich reine Zeitverschwendung (Nur Berge, Wald, kaum freie Sicht) und so brach ich das Chasing erst mal ab und wir führen zurück.
Die Aktivität über dem Odenwald hielt weiter an war aber bei der aktuellen Lage unbrauchbar. Knapp südlich von Wiesloch bildete sich nun auch ein aber eher schwaches Gewitter das sich aber nicht lohnte ...
Zwischen 18:00 und 19:00Uhr ging dann förmlich die Luft wie Sprengstoff hoch. Wobei ich auf einen Treffer vor Ort hoffte. Zunächst sah das auch recht gut aus eine Zelle südwestlich kam immer näher. Doch die Entwicklungen im Norden (zwischen Taunus und Neckar) schienen „meiner“ Zelle die Energie wegzunehmen ...
Das Bild zeigt die sterbende Zelle nach Süden ... Die Basis war schon fast aufgelöst dennoch gab es noch deutliche Fallstreifen ... (etwa 19:45 Uhr)
Die Zelle nach Norden sah zu diesem Zeitpunkt richtig gut aus und verstärkte sich zusehends !! Bei veröffentlichen der Bilder in der WZ wurde ich darauf aufmerksam gemacht das es sich bei der Wolkenformation wohl um eine schwach ausgebildete Wall-Cloud handeln könnte da sich das Gebilde unter der regenfreien Basis des Gewitters befindet.
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Da ich nicht noch mal im Stau enden wollte entschloss ich mich auf dem Gänsberg zu stationieren und von dort aus zu beobachten ...
Zelle Richtung Nordwesten ...
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Panorama des Zellenverbundes vom Gänsberg aus ...
Panorama kann durch anklicken vergrößert werden ...Interessanter Regenfuß ... der noch helle Bereich rechts sollte kurze Zeit später auch vom Niederschlagsvorhang verdeckt werden ...
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Blick Richtung Heidelberg ...
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Das Gewitter sollte 4 bis 6 Kilometer an mir vorbeiziehen ... Nun zur elektrischen Aktivität die sehr hoch war. Teilweise blitze es im Sekundentakt genauer betrachtet würde ich aber etwa 25 bis 35 Blitze in der Minute für realistisch halten ...
Nun einige Blitzbilder ...
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Nun folgte, wie sich beim auswerten der Bilder herausstellte, ein sehr interessanter Blitzschlag ... Trotz der großen Entfernung des eigentlichen Blitzschlages konnte ich wieder mal in der Nähe, mit Hilfe der Highspeed-Serienbildfunktion einen Vorblitz fotografieren!
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Alles im allen war das beobachten von meinem Standort sehr interessant. :) und versöhnte etwas für die Stausteherei ...
Zum Abschluss noch 2 Bilder ...
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